dropingNews

DropingNews entstand in einer Reihe von Projekten zum Thema “Mit Essen spielt man nicht”.

In dieser Installation steht die Frage im Vordergrund, ob es möglich ist Informationsfluß auch auf einer anderen Ebene wahrzunehmen als nur auf der visuellen? Wie kann man unsere tägliche Nachrichtenflut erfahrbarer machen? Kann man unsere Welt schmecken? Oder wie schmeckt das Internet?
Aus diesen Fragestellungen entstand die interaktive Installation “Droping News”. Es ist das Experiment, weltweites Tagesgeschehen geschmacklich erlebbar zu machen, in der das Internet als zentrale Informationsquelle steht. Insbesondere der Dienst Twitter, der mit seiner quasi Echtzeit Berichterstattung mittlerweile eine recht dominate Rolle in der Nachrichtenverbreitung spielt, bildet das Grundgerüst für die Installation.

In erster Linie geht es darum das aktuelle Tagesgeschehen in einer essbaren Form widerzugeben. Zusätzlich soll es möglich sein einen anderen Tag als Referenze auszuwählen.

Um das zu erreichen habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, essbare Objekte herzustellen und bin auf die “molekulare Küche” gestoßen. In dieser neuartigen Form des Kochens gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten durch Mischen von unterschiedlichen Flüssigkeiten eine neue, feste Form herzustellen. Mit Hilfe dieser Technik entstand eine Maschine, die es mir erlaubt automatische, in Echzeit, das Tagesgeschehen als “Geschmacks-Kaviar” zu produzieren und so erlebbar zu machen.

 

Technik:
Mit Hilfe einer selbstentwickelten Software werden anhand von Hashtags aktuelle Trends auf Twitter ausgelesen und so ein Tagestrend abgefragt und gespeichert. So ist  es möglich über mehrere Tage aktuelle Entwicklungen festzuhalten und später wieder abzurufen.
In einer selbstgebauten Maschine wird aus den gespeicherten Daten wieder lesbare und essbare Informationen in Kaviarform. Dieser Kaviar wird durch das Tropfen einer Geschmackslösung, die mit Algin versetz wurde, in Kalziumwasser zu festen Kügelchen. 6 Miniaturpumpen und Geschmackstanks machen es mir möglich so unterschiedliche Geschmackserlebnisse zu erzeugen.